MEDIEN: Immer mehr Amerikaner halten ein TV-Gerät in ihrem Haushalt für verzichtbar.

Nur noch 42 Prozent der Amerikaner betrachten ihren Fernseher als Lebensnotwendigkeit. Vor einem Jahr waren es noch 52 Prozent, 2006 gar 64 Prozent. Dieser geradezu dramatische Rückgang geht aus einer neuen Studie des amerikanischen Pew Research Center hervor, das sich regelmässig mit demografischen Trends befasst.
Für die Studie mit dem Titel «The Fading Glory of the Television and Telephone», auf Deutsch etwa «Der verblassende Ruhm von Fernsehen und Telefon», klassieren Konsumenten Dinge des täglichen Lebens entweder als «lebensnotwendig» oder als «Luxus, auf den man verzichten kann».
Der Fernseher rangiert nur noch an achter Stelle. Angeführt wird die Rangliste der für Amerikaner notwendigsten Dinge vom Auto mit 86 Prozent, gefolgt vom Festnetztelefon mit 62 Prozent und dem Wäschetrockner mit 59 Prozent. Aber nicht nur der Fernseher hat einen zusehends schweren Stand: Auch Festnetztelefon, Wäschetrockner, Mikrowelle und Klimaanlage registrieren seit 2006 herbe Verluste. Nicht ganz unerwartet konnten sich Mobiltelefone, Breitband-Internet und Flachbildschirm-Fernseher beziehungsweise HDTV halten oder steigern.
Die Amerikaner attestieren dem guten, alten TV-Gerät zwar immer weniger Lebensnotwendigkeit, dennoch kaufen sie immer mehr TV-Geräte. Pew Research folgert daraus, dass Fernsehen als Medium und der Fernseher als Gerät des TV-Konsums noch immer als effektivste Art betrachtet werden, sich mit einem breiten Angebot an Unterhaltung zu versorgen.