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Nur wer transparent informiert, kann Vertrauen gewinnen

Mitten im Atom-Desaster prallen in Japan zwei Welten aufeinander: Die Regierung - traditionell bemüht, ihr Gesicht nicht zu verlieren - ist daran interessiert, dem Volk möglichst wenig Unangenehmes mitzuteilen. Die Bevölkerung und auch immer mehr Politiker fordern nun aber immer ungehaltener ein Ende der Vertuschung und transparente Information.

Neben brennenden Reaktoren und verstrahlter Umwelt scheint die Regierung dabei vor allem ein Problem zu haben: den Kraftwerksbetreiber Tepco, der am liebsten gar nicht informieren würde. Nach dem Ausbruch eines Brandes in einem Lagerbecken für verbrauchte Brennstäbe liess er ausrichten, man habe die lokale Feuerwehr verständigt.

Der Zürcher Tages-Anzeiger zeichnet das Informationsdebakel treffend nach: «Die Schuljungen von Tepco spielen Pressekonferenz»

Und das Wall Street Journal titelt: «Tepco versus the media» (Artikel auf Englisch)