Einar Hedegart gewann den Engadin Skimarathon 2026. Nach einem Sturz mit Stockbruch kämpfte er sich wieder an die Spitze und schlug im Spurt Jason Rüesch und den überraschenden Franzosen Sabin Coupat. Bei den Frauen schlug die deutsche Anna Endress die Favoritin Giuliana Werro aus Zernez in einem Herzschlagfinale. Dritte wurde die Französin Clémence Didierlaurent.

Der norwegische Topfavorit Einar Hedegart (24) drückte dem 56. Engadin Skimarathon seinen Stempel auf. Um taktische Spiele der Schweizer und der Franzosen zu unterbinden, legte der zweifache Olympiasieger von Milano-Cortina ein sehr hohes Tempo vor und leistete immer wieder Führungsarbeit. In der Stazerwald-Abfahrt vor Pontresina stürzte er aber und brach einen Stock. «Das Rennen war eine Achterbahnfahrt: Ich musste drei Mal die Stöcke wechseln, bis ich wieder mein eigenes Material in den Händen hielt. Danach musste ich wieder von vorne beginnen», sagte der Sieger am Ziel in S-chanf.
Hedegart liess sich nichts anmerken und übernahm bald wieder Führungsarbeit. Immer wieder verschärfte er das Tempo, so dass am Ende nur noch Jason Rüesch und die Franzosen Sabin Coupat und Clément Parisse mithalten konnten. Auf der Zielgeraden schlug der Norweger dann den Davoser Rüesch hauchdünn. Dritter wurde überraschend Sabin Coupat. «Dieses Rennen war einmalig, das war ein Erlebnis fürs Leben!», schwärmte der Sieger im Ziel.
Bei den Frauen tauchte überraschend die deutsche Juniorin Anna Endress (18) in einer Führungsrolle auf. Vor Pontresina hatte sie eine halbe Minute Vorsprung auf die Favoritin Giuliana Werro (27) aus Zernez. Als das vordere Männerfeld dann das Tempo verschärfte, musste sich Endress in die Gruppe mit Werro zurückfallen lassen. Die beiden lieferten sich fortan ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Endress auf der Zielgeraden hauchdünn für sich entschied. Die drittplatzierte Französin Clémence Didierlaurent kam dann mit mehr als einer Minute Rückstand in S-chanf an.
Eine spezielle Renngeschichte schrieb der Norweger Sindre Bjørnestad Skar. Am Samstag war er in Lahti den Weltcup-Sprint gelaufen und in der Nacht ins Engadin gereist. Erst um drei Uhr morgens angekommen, schlief er kaum. Dennoch mischte er im Rennen ganz vorne mit und wurde am Ende Sechster.
Bei strahlendem Sonnenschein und besten Schneeverhältnissen starteten insgesamt 12’765 Läuferinnen und Läufer auf die 42 Kilometer zwischen Maloja und S-chanf oder die 21 Kilometer von Maloja bis Pontresina.
Medienmitteilung des Engadin Skimarathon vom 8. März 2026. Christian Gartmann ist seit 2014 Beauftragter Kommunikation und Medien sowie Mitglied des Krisenstabs des Engadin Skimarathon.