Der Tscheche Fabian Stocek und die Elmerin Malia Elmer gewannen den 8. Engadin Nachtlauf. Beide erzielen dabei einen neuen Streckenrekord. Bei klarem Himmel und besten Loipenbedingungen gingen erstmals 1'000 Teilnehmende auf die Strecke von Sils/Segl nach Pontresina.

Ein Streckenrekord lag schon beim Start in der Luft: Die Loipenspezialisten der Engadiner Gemeinden haben in den letzten Wochen Loipen von einer ausserordentlichen Qualität präpariert. Das Wetter, die Temperaturen und die Luft machten die Loipen des Nachtlaufes dann so schnell wie noch nie.
«Die Präparierung war sehr gut», schwärmte auch Sieger Fabian Stošek. Das Laufen in der Dunkelheit sei anspruchsvoll gewesen, sagte er. Im Stazerwald passierte ihm denn auch ein Missgeschick: Er bog falsch ab und musste einige Meter zurücklaufen. Dennoch schaffte er es, in einer Siebner-Spitzengruppe zu bleiben. Im Sprint schlug er den Waadtländer Arnaud Dupasquier und den Deutschen Jakob Milz nur um wenige Sekunden.
Bei den Frauen wiederholte Malia Elmer ihren Vorjahressieg und schaffte die Strecke als erste Frau unter 40 Minuten. Sie distanzierte Carla und Gianna Chiara Wohler deutlich. Die beiden im Berner Oberland lebenden Scuolerinnen schenkten sich nichts, am Ende lagen die Zwillinge nur sieben Zehntelssekunden auseinander.
Weiter hinten im Feld ging es bedeutend gemütlicher zu: Für die Mehrheit der Teilnehmenden ist der Engadin Nachtlauf ein reiner Genusslauf, den sie allein oder gemeinsam mit Freunden oder Familie bestreiten. Unter den Zuschauern war in diesem Jahr auch ein besonders prominenter Besucher aus Zürich: Der Böögg des Zürcher Sechseläutens liess es sich nicht nehmen, den 1’000 Teilnehmenden direkt an der Loipe in Silvaplana-Surlej persönlich zuzujubeln.
Medienmitteilung des Engadin Skimarathon vom 5. März 2026. Christian Gartmann ist seit 2014 Beauftragter für Kommunikation und Medien sowie Mitglied des Krisenstabs des Engadin Skimarathon.